Vergessen

Autor:in

Nicolas Rothen

Warum ist dieses Thema spannend?

Während sich die meisten Menschen über ihr schlechtes Gedächtnis beklagen, hat Vergessen auch einen Nutzen. Was es bedeutet, wenn man sich an jeden Tag in seinem Leben erinnern kann, sehen Sie im folgenden Video.

Lernziele

  • Sie wissen, was für Arten von Vergessen es gibt und können diese definieren.
  • Sie kennen die verschiedenen Erklärungsansätze für Vergessen
  • Sie wissen, mit welchen Paradigmen Vergessen untersucht wird.

Ressourcen

Buchkapitel

  • Anderson, M. C. (2025). Incidental forgetting. In A. Baddeley, M. W. Eysenck, & M. C. Anderson. Memory (4th ed.; pp 343-386). Routledge.

  • Anderson, M. C. (2025). Motivated forgetting. In A. Baddeley, M. W. Eysenck, & M. C. Anderson. Memory (4th ed.; pp 387-428). Routledge.

Präsentation

Podcast

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Essayfrage

  • Was sind die Hauptbefunde, die darauf hindeuten, dass Inhibitionsmechanismen zu abrufinduziertem Vergessen (retrieval induced forgetting) beitragen? [Musterlösung]

Erkenntnisgewinn

  • Es gibt inzidentelles (unbeabsichtigtes) und motiviertes (beabsichtigtes) Vergessen. Vergessen bezeichnet die Unfähigkeit gegenwärtig etwas abzurufen, was zu einem früheren Zeitpunkt abgerufen werden konnte. Dabei stellt sich die Frage nach der Zugänglichkeit vs. Verfügbarkeit: Ist eine Erinnerung noch im Gedächtnis, es kann aber in der gegebenen Situation nicht darauf zugegriffen werden oder ist eine Erinnerung nicht mehr im Gedächtnis?
  • Die meisten Erkärungsansätze für Vergessen beruhen auf Spurenzerfall, Interferenz- und Inhibitionsmechanismen. Beim Spurenzerfall ist steht die zeitliche Komponente im Vordergrund. Bei den Interferenz- und Inhibitionsmechanismen stehen inhaltliche Mechanismen im Vordergrund. Zeit alleine ist jedoch keine ausreichende Erklärung für Spurenzerfall. Während wir nicht erinnern können, was wir vor zwei Monaten zu Anbend gegessen haben, können wir uns Leichtigkeit an Ereignisse vor mehr als 10 Jahren erinnern, wenn diese distinkt genug waren. Entsprechend kann davon ausgegangen werden, dass durch neue Erlebnisse eine Abrufwettbewerb zwischen neuen und alten Erinnerungen entsteht, welche je nach Situation mit Interferenz- und Inhibitionsmechanismen erklärt werden können.
  • Vergessen wird z.B. mit proaktiven und retroaktiven Interferenzparadigmen wie auch mit Paradigmen zu abrufinduziertem Vergessen untersucht.